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... Eine Reise durch Mosambik mit dem Auto ...
Malawi
Eine Rundreise durch Mosambik kann man mit einem Besuch des angrenzenden Binnenstaates Malawi verbinden. Die Grenze verläuft zum großen Teil durch den Malawi-See. Der drittgrößte afrikanische See wurde erst 1859 durch den schottischen Missionar und Afrikaforscher David Livingstone entdeckt. Zuvor beanspruchten die portugiesischen Kolonialherren bereits weite Teile von Malawi. 1891 bekam Malawi den Status eines britischen Protektorats, und im Jahr 1907 wurde das Gebiet zur britischen Kolonie Njassaland. Als die Briten im Jahr 1915 die Wehrpflicht einführen wollten, kam es zu einer Revolte der einheimischen Bevölkerung. 1964 wurde Malawi unabhängig, aber erst 1994 fanden die ersten freien Wahlen statt.
Ein Viertel des Landes besteht aus Wasserflächen, und ein Drittel ist bewaldet. Im Norden gibt es drei Kilometer hohe Berge. Zu den faszinierenden Natursehenswürdigkeiten zählen die 80 Meter hohen Kapichira-Wasserfälle am längsten Fluss von Malawi, dem Shire. An der westlichen Grenze zu Sambia befindet sich der Kasungu-Nationalpark, in dem Elefanten, Löwen, Zebras, Büffel, Antilopen, und Leoparden leben. In der zentral gelegenen Lifupa Lodge gibt es komfortable Übernachtungsmöglichkeiten, eine Bar, und ein Restaurant. Der Eintritt kostet nur wenige US-Dollar. In Monkey Bay am südlichen Malawisee kann man sehr gut Affen beobachten. Das Tierschutzgebiet Mwabvi im Süden Malawis beherbergt schwarze Nashörner, Impalas, Zebras, und Säbelantilopen. Im Liwonde-Nationalpark bei der gleichnamigen Kleinstadt am Shire leben Nilpferde, Krokodile, Elefanten, Löwen, Zebras, Warzenschweine, sowie zahlreiche Gazellen- und Vogelarten. Das Tierschutzgebiet Majete im unteren Shire-Tal ist nur zum kleinen Teil zugänglich. Es gibt aber Hütten mit Stromversorgung und Duschen, sowie ein Restaurant. Weitere Naturparks in Malawi sind Lengwe, das Nyika-Plateau, das Vwaza Marsh Game Reserve, und Nkhotakota. Die gleichnamige Stadt Nkhotakota ist einer der ältesten Markplätze in Schwarzafrika.
Malawi setzt aufgrund seines Reichtums an Natursehenswürdigkeiten zunehmend auf Ökotourismus. Die Wilderei wird mehr und mehr unterbunden, und die touristische Infrastruktur nach und nach ausgebaut. Da Malawi ein ziemlich armes Land ist, wird es aber wohl noch dauern, bis es sich als Destination einen Namen gemacht hat. In Malawi hat man die Chance, ein sehr ursprüngliches Afrika zu erleben. Man wird aber auch erleben, mit welch großen Problemen eine der ärmsten Volkswirtschaften der Welt konfrontiert ist.