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Armut in Mosambik
Der am Indischen Ozean und im Südosten von Afrika gelegne Staat Mosambik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt in absoluter Armut und ist nicht ausreichend gebildet hinsichtlich Lesen und Schreiben.
Die Wirtschaft des Landes lebte lange Zeit nur von der Landwirtschaft. Es wurden und werden neben einigen Nahrungsmitteln so genannte „Geld-Früchte“ (engl.: cash crops) angebaut. Dazu gehören Tabak, Tee, Baumwolle und Zucker. Auch der industrielle Teil spielt in Mosambik eine wichtige Rolle, aber der Dienstleistungssektor ist der am stärksten wachsende, auch wenn der Tourismus noch in den Kinderschuhen steckt. Grund für die schlechte wirtschaftliche Entwicklung dieses Landes ist neben dem lang andauernden Bürgerkrieg die wirtschaftliche Abhängigkeit des afrikanischen Kontinentes und die lang anhaltenden Dürreperioden. Im Jahr 2000 führte dann auch noch eine Flutkatastrophe zum Tod vieler Menschen und zur Zerstörung weiter Teile.
Da ist es kaum verwunderlich, dass die soziale Lage der hier lebenden Menschen und Völker miserabel ist. Nur die Hälfte der Erwachsenen können Lesen und Schreiben, die durchschnittliche Lebenserwartung liegt um die 40 Jahre und vor allem Aids spielt in diesem Land eine große Rolle. Die medizinische Versorgung ist nicht zu vergleichen mit dem Standard der Erste Welt Länder und nur die Hälfte aller Geburten können betreut werden, weswegen die Säuglings- und Müttersterblichkeit so hoch sind.
Im Kampf gegen die Armut wird nun gezielt das Bildungswesen gefördert. Während in anderen Ländern verschiedene Bildungskonzepte erarbeitet werden, die Kinder in Grundschulen spielerisch gefördert werden, in kleinen Gruppen unterrichtet und zur Mittagszeit auf weichen Kinderbettmatratzen schlafen können, sieht es in Mosambik ein wenig anders aus. Hier teilen sich über 70 Schüler ein Klassenzimmer, haben oft unausgebildete Lehrer, die Mehrschichtarbeit leisten müssen und Dinge wie Schulmöbel und Schulbücher sind eher rar. In kleinen Hütten wird auf provisorischen Bänken Platz genommen und bei hohen Temperaturen versucht, den Mädchen und Jungen einen gewissen Bildungsstand zu vermitteln. Nicht etwa das World Wide Web wird den Kindern durch diverse Internetterminals nahe gebracht, sondern die grundlegendsten Dinge, damit sie einen Beruf erlernen und so der Armut entfliehen können. Doch leider ist bis heute noch der Zugang zu Bildung vielen Kindern und Jugendlichen eingeschränkt und die niedrige Effizienz und Qualität der angebotenen Bildung führt zu hoher Abbruchrate.
Mosambik hat deshalb einen strategischen Bildungsplan entworfen und sich bis zum Jahr 2015 diverse Ziele gesetzt, um den Bildungsbereich auf Vordermann bringen und die Armut des Landes eindämmen zu können.